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Pressespiegel

Mitteldeutsche Zeitung / Zeitzer Zeitung vom 01.08.2009

Das "Haus Zeitzblick" in der Käthe-Niederkirchner-Straße erhält eine neue Fassade. Sie hilft den Mietern künftig, Heizkosten zu sparen.

Frische Farbe am hohen Haus

von Redakteur Torsten Gerbank
Heiko Richter hat derzeit einen besonderen Arbeitsplatz. Einen mit Ausblick. Er gehört zu den Handwerkern der Kaynaer Hochbau- und Handelsgesellschaft, die die Fassade des Hochhauses in der Käthe-Niederkirchner-Straße von Zeitz erneuern. Dass das etwa 35 Meter hohe Gebäude zum Jahresbeginn zu Recht den Namen "Haus Zeitzblick" bekommen hat, das kann der Handwerker nur bestätigen. "Es ist wirklich ein sehr schöner Ausblick, mal was anderes", sagt Richter. Und dabei arbeitet der Mann gerade am Eckwinkel eines Fensters, das sich noch nicht einmal auf halber Höhe des höchsten Zeitzer Wohnhauses befindet. Vom Dachgeschoss aus reicht der Blick noch viel, viel weiter.

1974 ist das Haus gebaut worden. Es befindet sich in Besitz der Zeitzer Wohnungsbaugesellschaft, und die investiert jetzt rund 1,3 Millionen Euro in das Gebäude. Es bekommt in zwei Bauabschnitten ringsherum eine neue Fassade mit zeitgemäßer Wärmedämmung. Die Summe der Fläche beziffert Udo Näther, Geschäftsführer des Unternehmens aus Kayna, mit knapp 4 000 Quadratmetern. 16 Zentimeter dick sind die Mineralwollplatten, die zunächst an die Fassade geschraubt werden und es somit unempfindlicher gegen Hitze und Kälte von außen machen und Temperaturen im Innern halten. Näther geht davon aus, dass die Wärmedämmung dem Haus eine Energieeinsparung von 20 bis 30 Prozent beschert. Allerdings müssen noch Fassadenteile aus dem Gebäude herausgeschnitten werden. Treppenhauselemente mit vielen kleinen Fenstern weichen neuem Mauerwerk mit großen Fenstern. Am Ende bekommt das Haus neuen Putz und frische Farbe in den Firmenfarben der Wohnungsbaugesellschaft. Bevor der Winter einbricht, wird das Hochhaus noch mehr zum Blickpunkt in Zeitz.

Doch es sind noch weitere Arbeiten geplant. Zum Beispiel sollen die Balkongeländer, bis auf Ausnahmen, ringsherum erneuert werden. Und weil nicht jede Wohnung einen eigenen Freisitz hat, entstehen im ersten Obergeschoss auch noch zwei Terrassen. Jede für sich etwa 60 Quadratmeter groß. Eine Terrasse soll den Blick auf die Straße ermöglichen, eine den Blick ins Grün. So können die Besucher Ruhe genießen oder Verkehr und Menschen beobachten, so wie es ihnen gerade gefällt. Das Haus Zeitzblick, so will es WBG-Geschäftsführer Jörg Stolper, soll mehr denn je zum Haus vor allem für betagtere oder hilfsbedürftige Menschen werden, ganz gleich ob sie allein leben oder mit Partner. "Wir wollen Ruhe und soziale Stabilität bieten", so Stolper. Da sei die WBG auch bereit, aus zwei Einraumwohnungen eine Zweiraumwohnung herzurichten. Beispiele dafür gibt es bereits. Auch Bäder sind schon so umgebaut worden, dass keine Stufen zu überwinden sind, um unter die Dusche zu gelangen. Zur derzeitigen Sanierung gehört auch der Einbau neuer Heizkörper und -leitungen. Das Gebäude beherbergt 250 Wohnungen, 62 stehen derzeit leer. Dass ihre Chancen auf Vermietung mit der Sanierung steigen, davon ist Kerstin Hubeny, Leiterin des WBG-Bereichs Wohnungswirtschaft, überzeugt.